Veranstaltungsprogramm September 2017

899 15.09.17 (FR) 20.30 Uhr: PETE JONES BAND folk on the road

Bild vergrößern Pete Jones ist ein Singer-Songwriter und Gitarrist, geboren in den Bergen von Wales. Seine Lieder kreisen um die Themen Natur, menschliches Verhalten, metaphorische Bilder von Tieren und sprechen stark die Gefühle und Werte an. 2014, pete set out with his backpack and guitar (charlie) to travel across Europe, in search for inspiration in songwriting. Pete began to craft his songs and street perform, whilst living in various locations. Shortly after, he progressed to different jam nights in Spain, France, Portugal, Belgium, Holland, and Germany. His style is a mix of acoustic rock, blues, jazz and folk.


900 16.09.17 (SA) 19.30 Uhr: BAHNHOFGALERIE Gleis1: Vernissage Günter SOMMER (Kunst) & Lesung von ARMIN ELHARDT (Literatur)

Bild vergrößern BAHNHOFGALERIE Gleis1: Vernissage Günter SOMMER (Kunst) & Lesung von ARMIN ELHARDT (Literatur)
In Günther Sommers figürlicher Malerei und Zeichnung wird mitunter eine starke Beziehung zum Theater sichtbar: Sommers Bild-Inszenierungen (Döhl) schaffen imaginäre Räume für seine expressiven Figuren. Traumentrückte Szenarien exotischer Welten zeigen die e i n e dem Menschen existentiell zugehörige Bewusstseinsebene, der Sommer in anderen Bildern die ebenso wesentliche Dimension der menschlichen Arbeit und der damit verknüpften Abhängigkeiten des Menschen als zentralen Bildinhalt gegenüberstellt.
Sommers Bücher und Buchobjekte sind mit Figurenreliefs und dreidimensionalen Szenarien über die Bücher ergänzt. Diese Objekte und die zeichnerisch-malerischen Ergänzungen dieser Buchseiten glossieren, manipulieren den ursprünglichen Sinngehalt des Buches und führen diesen häufig ad Absurdum. Die komplexe sprachliche Realität der Bücher wird in eine andere künstlerische Realität überführt: Galleonsfiguren, Büsten, Köpfe, Torsi und Karyatiden machen das Buch zur Bühne, die Doppelseite des Buches wird zum Tableau des sonst Verborgenen, Metamorphosen finden statt, ständiger Wandel – auch der Deutung – ist möglich. Sprachspiele werden zu Imaginationsspiele.
Die Lesung mit dem Autor Armin Elhardt eröffnet diese Ausstellung mit Sommers Arbeiten. Elhardt hat sich umfangreich mit dem Werk Jean Pauls befasst. Armin Elhardt stellt seine Celebrities hauptsächlich in Literatoons und Text-Bild-Montagen vor. Darin bewegen sich vor allem die Promis der klassischen Literaturszene in oft ungewöhnlicher Umgebung. Die Leichtigkeit der Formulierung und zart gesetzte Pointen - sie machen dem Leser/Betrachter rasch klar: Hier hat er es mit Lust am hintersinnigen Fabulieren, mit Ironie und Satire, mit doppelbödigem Ernst zu tun. Seine literarischen Zeugnisse findet man auf http://www.edition-wuz.de


901 22.09.17 (FR) 20.30 Uhr: SEPTEMBER – latin flavoured music - des Jazzrocks reine Seele

Bild vergrößern „Kunstvoll, komplex, unterhaltsam: September“ lautete das Fazit der Presse nach einem umjubelten September-Konzert. Latin flavoured music - so nennt September seinen in der Blütezeit des Jazzrock entstandenen ureignen Sound. Diese Musik der vor dreieinhalb Jahrzehnten gegründeten Band um den preisgekrönten Perkussionisten Andreas Pastorek, der schon mit Carlos Santana, Roger Chapman und Billy Cobham auf der Bühne stand, klingt bei allen hörbaren Einflüsse von Weather Report, Passport oder Chick Corea September nicht „wie….“, sondern ist sehr eigenständig. Ihre Musik wirkt nie angestaubt und hat sich immer weiterentwickelt. Markenzeichen der Eigenkompositionen sind eingängige Melodien und raffinierte Rhythmik. Wer knackige Grooves aus Lateinamerika, Afrika und anderen Regionen der Welt, einen funky Bass, Rock Power, sensible Jazzimprovisation und ein Soundgeflecht von Keyboard und Sax liebt, liegt bei September richtig. Mit Pastorek musizieren Andreas Spätgens (keys), Andreas Mürdter (sax), Bodo Ernst (b) und Horst Künzl (dr).


902 23.09.17 (SA) 20.30 Uhr: IGNAZ NETZER – The Blues Man aus Hohenlohe

Bild vergrößern Mit Ignaz Netzer kommt der Gewinner des German Blues Award 2015 nach Waldenburg.
Seine neue Solo-CD „When the Music is over“ mit ausschließlich Eigenkompositionen wurde im Juni 2015 nominiert für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Ignaz Netzer ist der lebende Beweis für das, was Musikwissenschaftler schon längst vermuteten: Der Blues kommt aus dem Schwabenland!! So urteilte jüngst die „Heilbronner Stimme“ dass es nur noch eine Frage der Zeit sei, bis wegen ihm Mississippi-Raddampfer auf dem Neckar gesichtet werden.Und der „Saaner Anzeiger“ aus der Schweiz urteilte: „ Der weißeste Schwarze von ganz Deutschland.“ Er gründete im zarten Alter von 13 Jahren seine erste Band und gilt heute als DER klassische Bluessänger Deutschlands. Seit 1971 gab er weit mehr als 2500 Konzerte in vielen Ländern Europas, u.a. mit Blueslegenden wie Alexis Korner, Champion Jack Dupree, Louisiana Red oder genreübergreifend mit Barbara Dennerlein und Gerhard Polt. Er veröffentlichte 16 Tonträger und eine DVD.
Sehr publikumsnah und augenzwinkernd humorvoll vermittelt Ignaz Netzer Einblicke in die faszinierende Welt schwarzer Musik: Sein Soloprogramm darf man als Crossover-Projekt bezeichnen: Blues, Folk, Ragtime und Gospel nehmen genauso Raum ein wie seine sensiblen, eigenwilligen Eigenkompositionen.
Den Sänger, Gitarristen, Harpspieler, Liedermacher und Entertainer bezeichnete das Fachmagazin JAZZ Podium als „Großmeister des klassischen Blues“ die Süddeutsche nannte ihn gar „Bluesmagier“. http://ignaznetzer.de/

P.S. Ab 1978 war Ignaz Netzer immer wieder in den Südstaaten der USA, um „vor Ort“ den Wurzeln des Blues zu folgen. In Clarksdale jammte er z.B. leidenschaftlich mit dem betagten Wade Walton, der lange Jahre noch B.B.King begleitet hatte.
Mit dem Pianisten Thomas Scheytt gründete er 1986 das Oldtime Blues & Boogie Duo, später auch bekannt als Netzer & Scheytt. Die beiden Schwaben spielten Konzerte auf den großen Jazz und Blues Festivals Europas, so z.B. Jazz Ascona, Dixieland Festival Dresden, Blue Balls Festival Luzern, Jazzrallye Düsseldorf. Bei dem damals äußerst beliebten SWR „Hot Jazz Meeting“ im Europapark Rust erhielten Sie 2001 den „Audiance Award“, also den Publikumspreis für die beliebteste Band dieses großen Festivals. Diese Zusammenarbeit erlebt 2016 ihr 30jähriges Jubiläum.
Zur 3sat–Sendung „Concerto Massimo“, einer 24stündigen TV-Dokumentation zur Geschichte des Jazz wurde Ignaz Netzer als Experte für den Blues eingeladen. Dort traf er auf Barbara Dennerlein, mit der er bald eine CD „Drowning In The Blues“ aufnahm. Bis heute spielt das Trio mit Thomas Scheytt mit der eigenwilligen Besetzung Gesang, Hammond B3, Piano, Gitarre und Mundharmonika. Die drei CD- Publikationen jener Zeit waren „Walk On“, „Trouble In Mind“ und „Live Again“. Mit Thomas Scheytt erschien zudem die DVD eines gesamten Konzertes auf Schloß Stettenfels „My Blues Is My Castle“.
Mit der Formation Making Blues erschienen die CDs „Police Dog Blues“, „Krünetzko“. Die jüngste CD „You“, benannt nach einer Ballade von Ignaz Netzer, erntete sehr positive Resonanzen der internationalen Presse.
Mitte der 90er Jahre traf Ignaz Netzer auf die tschechischen Musiker Lubos Andrst und Jaromir Helesic. Sie formierten sich mit dem Bassisten Stenjek Tichota zur Powerhouse Blues Band. Im Studio der Prager Philharmoniker wurde die gleichnamige CD produziert. Regelmäßig arbeitete Netzer auch mit der US-amerikanischen Blues- und Jazzsängerin Jeanne Carroll bis zu ihrem Tod im Jahr 2011. Mit Christian Rannenberg formierten sie das Basic Blues Trio. Konzerte bei Festivals erfolgten in Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien und Luxemburg. Eine Live-CD des Trios erschien 2005.


903 30.09.17 (SA) 20.30 Uhr: Trio BSP Brown – Spätgens – Pastorek (Folk, Orient, Jazz)

Bild vergrößern Trio zwischen Folk, Jazz, Synthie und Pink Floyd Das deutsch-englische Trio erschließt mit Sopransax, Akustik-Gitarre, Mandoline, Piano, Synthesizer und einem ganzen Arsenal an Perkussions-Gerätschaften musikalische Welten zwischen erdigen Folkmelodien, sphärischen Keyboard-Sounds, nordisch klagenden Saxofonlinien und Rhythmen vom vorderen Orient bis in die Karibik. In den durchweg von den drei Musikern stammenden Kompositionen finden archaische, in der Folklore verwurzelte Melodien und Rhythmen, Jazzimprovisationen, Synthieflächen und –loops zusammen. Als Inspirationsgeber glaubt man Ernie Watts, Garbarek, Hancock, Zawinul und Trilok Gurtu, aber auch Pink Floyd und Jon Lord herauszuhören.
Die musikalische Zuordnung zu gängigen Genres fällt also schwer – dabei klingt die Musik der drei Mittfünfziger trotz der Vielfalt ihrer Quellen schlüssig und homogen. Das ist kein Wunder, sieht man sich die drei näher an:
Trevor Brown spielt bei BSP Sopransax, akustische Gitarre und Mandoline. Als Engländer im rauhen Norden Schottlands aufgewachsen, begann dort seine musikalische Karriere u.a mit traditioneller schottischer Musik und seiner Zusammenarbeit mit Musikern von Runrig. Im Schwabenland machte sich Brown einen Namen u.a. als Lead-Gitarrist bei Fat Harry & the A-List, als Saxofonist bei zahlreichen Jazzsessions oder in Bands wie Cassandra & the Boyz und Waschbrett.
Andreas Spätgens tritt seit den späten 70ern als Pianist und Keyboarder vor allem mit eigenen Kompositionen in Erscheinung. Er ist Mitbegründer und spiritus rector der bekannten Jazzrock-Formation September und verarbeitet im Trio „Euroblue“ europäische Volkslieder sowie evangelische Kirchenlieder zu inspiriertem Jazz. Bei beiden Bands ist sein musikalischer Partner
Andreas Pastorek. Dieser ist seit über 30 Jahren einer der profiliertesten Perkussionisten Süddeutschlands. spielte bei Billy Cobham und der SAS-Band (Chris Thompson, Roger Chapman, Fish), ist Preisträger diverser Wettbewerbe - der Schüler von Dom Um Romao (Weather Report) wurde schon 1988 zum besten Multipercussionisten Deutschlands gewählt – und ist ein gefragter Studio- und Livekünstler.
Gemeinsam ist den dreien die stete Suche nach neuen Klängen, dem gemeinsamen musikalischen Moment und der verbindenden Stimmung. Trio BSP macht „waszumkuckuckauchimmerfür“-Musik